Das neue Buch zur Geschichte der Stadt Mainz


 

 

Festungsstadt Mainz

von den Römern bis heute

morisel-Verlag 

Erhältlich überall im Buchhandel

seit dem 1. Dezember 2018




Mainz ist die Goldene Stadt am Rhein. Sie war eine römische Metropole und kurfürstliche Residenz. Fast zweitausend Jahre schützten eine Stadtmauer, gewaltige Bastionen, tiefe Gräben und Forts die Stadt. Eine vergleichbar lang andauernde Festungsgeschichte weisen nur ganz wenige andere Städte in Deutschland und Europa auf.

Trotzdem ist die Erinnerung an die Festung Mainz heute verblasst und wird auch nicht lebendig gehalten. Das hat zum einen mit den Problemen im Zusammenhang mit den fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt durch den engen Festungsring im ausgehenden 19. Jahrhundert und mit den Kriegserfahrungen des 20. Jahrhunderts zu tun. Zum anderen wird die Festung mit der glanzlosen Provinzhauptstadt verbunden, die anders als die kurfürstliche Residenzstadt kein positiv besetzter Erinnerungsort ist.

Dieser Blick wird der Bedeutung, die die Festung Mainz über viele Jahrhunderte hatte, nicht gerecht. Die Befestigungsanlagen der Stadt schützten seit jeher alle diejenigen, die sich innerhalb ihrer Grenzen aufhielten. Daneben erfüllte sie auch andere Zwecke. Für die Römer war das Legionslager das weithin sichtbare Zeichen ihres Herrschaftsanspruchs und für die freien Bürger im Mittelalter war die Stadtmauer eine entscheidende Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung. Die Mainzer Kurfürsten sahen in der strategisch bedeutsamen Festung ein wichtiges Instrument für ihre Ambitionen in der Reichspolitik und zur Durchsetzung ihres Machtanspruchs. Auch konnten sie die Stadt innerhalb der Bastionen zu einem barocken Schmuckstück ausbauen. Für die Franzosen war Mainz ein »boulevard de la france« und ein erster Waffenplatz des französischen Kaiserreichs. Napoleon sah darüber hinaus Mainz als zweites Paris, mit einer repräsentativen Anlage vor dem Deutschhaus wie vor dem Tuilerienpalast.

Ein prächtiges Mainz und starke Festungsmauern bildeten über Jahrhunderte keine Gegensätze. Es waren immer zwei Seiten der gleichen Medaille. Ohne das eine wäre das andere nicht möglich gewesen. Vor diesem Hintergrund verwundert, dass in Mainz das Festungserbe so nachhaltig verborgen bleibt. Was sind die Gründe hierfür? Weshalb sind nur einzelne Epochen immer wieder Gegenstand von Betrachtungen? Warum bleiben dabei die Festungsanlagen und deren Bedeutung für die Stadtentwicklung regelmäßig unbeachtet? Wie haben die Festungsanlagen die Stadt geprägt und die Entwicklung beeinflusst? Wo befanden sie sich im heutigen Stadtbild? Das sind einige der Fragen, die Gegenstand des Buchs zur Mainzer Festungsgeschichte sind. Sie werden dabei im Zusammenhang mit historischen, politischen und technischen Entwicklungen über einen Zeitraum von zweitausend Jahren von den Römern bis heute behandelt.

Heute ist von der Festung Mainz nicht mehr viel zu sehen. Ihre Reste liegen fast alle tief vergraben unter der Erde. Geblieben sind lediglich wenige Festungsbauten wie insbesondere die Zitadelle, das Proviantmagazin, drei Kavaliere des Rheingauwalls oder viele Kilometer Minen- und Kommunikationsgänge unter den alten Forts. Diese Reste vermitteln nur sehr unzureichend ein Bild der Festung in früherer Zeit. Deshalb wurde Mainz mit seiner Festung in dieses Buch mit vielen Bildern wieder sichtbar gemacht und damit ein Bezug zum heutigen Stadtbild hergestellt. 45 Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen, wovon 36 exklusiv in dem Buch zu finden sind, rekonstruieren historische Bau- und Festungswerke. Die Entwicklung der Stadtbefestigung ist auf 15 neu gestalteten Karten leicht verständlich dargestellt. 28 aktuelle Luftbilder zeigen einen vergleichenden Blick auf damals und heute. All dies ermöglicht einen neuen Blick auf ein Mainz, dessen Stadtbild von mächtigen Festungswerken geprägt war. Dieser Blick auf die Festung macht so die wechselvolle Mainzer Geschichte wieder lebendig und ist gleichzeitig ein Schlüssel zum Verständnis der heutigen Stadt. Damit liefert das Buch eine wichtige Ergänzung zur Geschichte der Stadt Mainz.


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Mehr Geschichte zur Festung Mainz


Bollwerk Mainz - Die Selzstellung in Rheinhessen

von Rudolf Büllesbach, Hiltrud Hollich und Elke Tautenhahn


 

2. Auflage Mai 2014

Hardcover. 228 Seiten

299 Abbildungen. Karten und Pläne

 


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